Foto-Helfer für das Smartphone Teil 1: Easy Release – Model Releases

In dieser mehrteiligen Reihe möchte ich euch nach und nach Apps für das Smartphone vorstellen, die den Alltag eines Fotografen bequemer machen und erleichtern. Den Anfang mache ich mit der App Easy Release – Model Releases.

Easy Release – Model Releases

Will man als Portrait-Fotograf Fuß fassen, hat man als unbekannter Berufs-Fotograf oder als Hobbyfotograf im Grunde genommen nur die Möglichkeit, mit einem sogen. TfP Shooting zu beginnen. TfP steht für Time for Prints und bedeutet, dass das Model als Gegenleistung für das Shooting eine bestimmte Anzahl an Abzügen oder, wie es heute üblich ist, eine bestimmte Anzahl an bearbeiteten jpg-Dateien bekommt.
Das hat für den Fotografen den Vorteil, dass er relativ einfach an Bilder für sein Portfolio kommt. Das Model dagegen kommt relativ einfach an aktuelle Bilder für die Set-Card.

Damit man rechtlich auf der sicheren Seite ist, sollte man die Vereinbarung schriftlich festhalten, in einem sogen. TfP-Vertrag. Dort werden alle Rechte und Pflichten sowohl des Fotografen als auch die des Models aufgeführt und geregelt.

Ich habe schon ein paar solcher TfP-Shootings gemacht und bin oft gefragt worden, ob ich auch einen Vertrag hätte.
Natürlich kann man sich am Drucker einen Mustervertrag ausdrucken und mitbringen. Einfacher allerdings ist es, den Vertrag gleich fertig zum Unterschreiben auf dem Smartphone dabei zu haben, denn in der Regel hat man sein Handy immer dabei und kann deshalb den Vertrag auch nicht vergessen.

Genau dies bietet die kostenpflichtige App Easy Release – Model Releases. Mit der App hat man seine Verträge immer dabei und kann den Vertrag auch gleich an Ort und Stelle unterschreiben lassen.

Die App gibt es für Android und für iOS. Das folgende Review bezieht sich auf die Android-Version.

Ein Leser meines Blogs hat mich darauf aufmerksam gemacht, das es die App unter Android nur noch in einer teuren Pro-Version gibt. Aus den Bewertungen im Play Store geht hervor, das die App zum sinnvollen Arbeiten wohl auch noch durch kostenpflichtige InApp-Käufe ergänzt werden muss.

Ob das unter iOS auch so ist, kann ich nicht sagen, da ich nur ein Smartphone mit Android habe.

Review

Nach dem ersten Öffnen fragt ein Assistent ein paar grundlegende Informationen ab, wie den Namen des Fotografen, die eMail-Adresse etc. Dies dient später zur Personalisierung der Verträge als PDF.

Die App-Oberfläche ist leider nicht ins Deutsche übersetzt, die personalisierte PDF-Version des Vertrages jedoch schon, so dass man sie problemlos in Deutschland einsetzen kann.

Nach dem ersten Start hat man 2 eingebaute Verträge zur Auswahl, einen sogenannten Model Release Vertrag (Vertrag zwischen Model und Fotograf) und einen sogenannten Property Release Vertrag (Vertrag über die Übertragung von Nutzungsrechten).
Beide Verträge können zwar genutzt werden, lassen sich aber nicht editieren und an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Man kann jedoch eigene Verträge einpflegen.

Inzwischen sollte es auch genügend Mustervorlagen im Netz geben, die man sich kostenlos herunterladen kann und an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.
Dabei ist insbesondere darauf zu achten, die DSGVO zu beachten, die, zumindest in diesem Fall, auch für Hobbyfotografen gilt.

Hat man eine Vorlage gefunden und an die eigenen Bedürfnisse angepasst, muss sie nur noch auf das Handy kopiert werden, damit sie in die App eingepflegt werden kann.

Klicke dazu in der App rechts oben auf die 3 Punkte und wähle aus dem erscheinenden Menü den Punkt Settings. Auf der Settings-Seite wähle aus dem Kasten Release Legal Text Defaults auf den Eintrag Model, um den Editor aufzurufen. Jetzt auf den Button mit dem Plus rechts unten in der Ecke klicken. Vergebe als erstes einen eindeutigen Namen für die Vertragsvorlage, zum Beispiel TfP Shooting nach DSGVO. Dieser Name erscheint in dem schon genannten Kasten zur Auswahl der zu verwendenden Vorlage, wenn man später den ersten Vertrag anlegt. Der Punkt Use Branding bedeutet, das ein eventuell hochgeladenes Logo im PDF des Vertrages erscheint, wenn er aktiviert ist. Unter Legal Text wird dann der Vertragstext eingefügt.

Jetzt steht dem ersten Anlegen eines Vertrags nichts mehr im Wege.

2 Replies to “Foto-Helfer für das Smartphone Teil 1: Easy Release – Model Releases”

    • Moin Ralf. Du hast anscheinend leider Recht:
      Ich hatte die App seinerzeit zwar gekauft, aber anscheinend hat der Entwickler inzwischen das Lizenzmodell gewechselt…. die App ist teurer (11€) und muss noch zusätzlich mit InApp-Käufen ergänzt werden. Mein damaliger Kauf funktioniert jetzt auch nicht mehr. Die alte App läuft jedoch noch ohne Probleme.
      Man wird nur knapp in der App informiert, das es jetzt neu entwickelte Pro-Version gäbe mit den allen Funktionen der iOS-App.
      Es gibt zwar im Play Store noch die ein oder andere Alternative, die haben mich aber nicht wirklich überzeugt.
      Ich danke Dir für den Hinweis und werde das im Beitrag entsprechend ergänzen.

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