Batteriegriff für DSLR – Original oder Kopie?

Viele werden das Problem kennen: Im entscheidenden Moment ist der Akku der Kamera leer.
Ein Batteriegriff kann dieses Problem entschärfen.
Neben den, oft unverschämt teuren Original-Griffen, gibt es zahllose Nachbauten, die zum Teil 2/3 des Preises des Originals kosten.

Lohnt es also, für viel Geld einen Original-Griff zu kaufen, oder reicht es, einen billigeren Nachbau zu kaufen?
Diese Frage will ich anhand meiner Erfahrungen mit einem Nachbau und dem Original-Griff für eine Canon DSLR beantworten.

Vorweg zähle ich einmal die Vorteile dieses Zubehörteiles auf:

  • Doppelte Kapazität, da der Batteriegriff 2 „normale“ Kamera-Akkus fasst
  • ein zusätzlicher Einsatz für handelsübliche AA-Baterrien bzw. AA-Akkus (6 Stück)
  • zusätzlicher Hochformat-Auslöser (bequemeres Arbeiten bei Hochformataufnahmen)
  • durch das zusätzliche Gewicht liegt die Kamera besser in der Hand

Jetzt zur Praxis:
Für meine EOS 60D wollte ich einen Batteriegriff kaufen.
So weit, so gut. Ich empfand den Preis für den Original-Griff von Canon für unverschämt teuer (ca. 200€, gebraucht bekommt man sie für ungefähr 100€).
Da ich sparen wollte, entschied ich mich für einen Nachbau. Dieser machte auf den ersten Blick einen durchaus wertigen Eindruck, für ca. 2/3 des Preises für das Original.
Die Ernüchterung kam, als ich den Griff an meine Kamera bauen wollte…….der Einsatz (egal ob für AA-Batterien oder für Kamera-Akku) liess sich nicht in den Griff einsetzen (zu groß). Auch ließ sich der Griff nicht ordnungsgemäß an der Kamera arretieren.
Also wanderte der Griff postwendend zurück an den Internethändler. Bei einem Preis von ca. 50€ erwarte ich zumindest, das ich das Zubehör-Teil wenigstens benutzen kann.Das war hier gar nicht gegeben.

Also erstand für 100€ einen gebrauchten Original-Griff. Neben den schon angesprochenen 2 Einsätzen war noch ein kleiner Beutel im Original-Karton zur Aufnahme des gerade nicht verwendeten Einsatzes.
Da ich keinen zweiten Kamera-Akku zur Hand hatte, setzte ich kurzerhand den Einsatz für handelsübliche Batterien in den Griff. Alles passte tadellos.
Jetzt noch den Griff an die Kamera bauen, auch das funktionierte problemlos. Kamera und Griff auf Ein stellen und schon konnte ich fotografieren.

Mein Fazit: Auch wenn der billigere Preis durchaus verlockend erscheint, ich gebe lieber mehr Geld aus, denn ich möchte mich auf meine Ausrüstung verlassen können. Im Falle eines Batteriegriffes trifft dies leider nur auf das teure Original zu.

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