Monitore für die Bildbearbeitung

Oft werde ich gefragt, welchen Monitor ich zur Bearbeitung benutze. In einschlägigen Foren nachgefragt, erhält man meistens immer die gleiche Antwort:
Ein Eizo muss es schon sein.

Die Monitore von Eizo sind unbestritten sehr gut, und damit auch sehr gut für die Bildbearbeitung geeignet. Sie haben nur einen großen Nachteil….ihr Preis:
Schon die Einstiegsklasse schlägt mit mindestens 1000€ zu Buche. Dafür bekommt man zwar einen sehr guten Monitor, hat aber auch 1000€ weniger in der Kasse.

Doch auch jenseits dieser Preisklasse gibt es sehr gute Monitore: So hat zum Beispiel BenQ schon für 500€ einen sehr guten Monitor im Angebot, der nicht nur den sRGB-Farbraum zu 100% abdeckt, sondern auch den erweiterten AdobeRGB- Farbraum zu 98% abdeckt und bereits ab Werk sehr gut vorkalibriert ist.

Um zur Eingangsfrage, welchen Monitor ich nutze, zurückzukommen:
Ich benutze einen billigen Bildschirm 24-Zoll Bildschirm, den ich mit einer Kalibrierungs-Software und einem sogenannten Kolorimeter kalibriert habe (wie das geht, erkläre ich in einem späteren Artikel).
Damit deckt der Monitor den sRGB-Farbraum zu 99% ab. Für mich, und sicherlich auch für sehr viele andere Anwender ist das vollkommen ausreichend, da ich weder professioneller Fotograf bin und mit der Fotografie meinen Lebensunterhalt verdiene noch für die Druckvorstufe arbeite.
Meine Fotos drucke ich entweder selbst aus oder gebe sie zu einem externen Dienstleister, der ohnehin den sRGB-Farbraum erwartet. Dementsprechend liegen alle Fotos im sRGB-Farbraum vor. Ein vergrößerter Farbraum würde mir also auch nichts nutzen.

Ich bin ohnehin der Meinung, das ein stabiles Bild und ein ordentliches Kontrastverhalten sehr viel mehr wert ist als ein möglichst großer Farbraum, der im Ausdruck sowieso nicht dargestellt werden kann.

 

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