Softproof in Photoshop CC 2018 einrichten

Wer fotografiert, will seine Bilder in aller Regel nicht nur am Bildschirm präsentieren, sondern auch als Ausdruck haben.
Man kann die Bilder von einem Dienstleister zu Papier bringen lassen oder die Fotos selbst mit dem heimischen Foto-Drucker ausgeben.
In jedem Fall ist man oftmals vom Ergebnis enttäuscht, da der Ausdruck anders aussieht als das Bild in Photoshop.

In diesem Beitrag zeige ich eine Möglichkeit, die Differenzen zwischen Bildschirmanzeige und Ausdruck möglichst gering zu halten.

Um böse Überraschungen beim Ausdruck möglichst gering zu halten, bietet Adobe Photoshop die Möglichkeit, einen sogen. Softproof (auch Farbproof genannt) einzurichten:
Beim Softproof wird von der Bildbearbeitungssoftware der Druck des Bildes am Monitor simuliert. Das bedeutet, je nachdem welches Farb-Profil verwendet wird (welche Farben der Farbraum beinhaltet, welcher Drucker, Tinte, Papier verwendet wird), wird das Bild am Bildschirm dargestellt.
Somit kann man sich unterschiedliche Farb-Profile ansehen und erspart sich einen teuren Probedruck und viel Ärger über schlechte Ausdrucke.

Öffne ein Bild in Adobe Photoshop, am besten erledigst Du die folgenden Schritte  schon vor der Bildbearbeitung, der Softproof lässt sich jedoch auch jederzeit nachträglich einrichten.
Dann muss die Bildbearbeitung aber in der Regel noch einmal angepasst werden.

Gehe jetzt auf Ansicht —–> Proof einrichten —-> Benutzerdefiniert

Das Fenster Proof-Bedingung anpassen erscheint.

Setze das Häkchen für die Vorschau im rechten Bereich des Menüs, damit sieht man sofort, was die Einstellungen auf das Bild bewirken.

Nun folgen die Einstellungen, die ich im Screenshot rot markiert habe:
Zu aller erst wähle ich das Papier aus, das ich simulieren möchte, das entsprechende ICC-Profil (Farbprofil) habe ich zuvor schon installiert. In diesem Falle möchte ich das Papier Canon Fine Art Photo Rag 2 mit dem Drucker Canon MG 6150 simulieren. Den Drucker, dessen Profil bei der Druckereinrichtung im System installiert wurde, stelle ich unter Zu simulierendes Gerät ein.
Unter dem Punkt Renderpriorität wird die Farbumrechnungsmethode gewählt. In den meisten Fällen ist die Einstellung Relativ farbmetrisch ideal.
Wähle die Einstellung für die Tiefenkompensierung. In den meisten Fällen ist das Aktivieren der Tiefenkompensierung ideal.
Aktiviere in den Anzeigeoptionen Papierfarbe simulieren. Nun wird die Farbe des Papiers mit angezeigt und so die Simulation verbessert.

Um nicht jedes Mal die Einstellungen für den Softproof neu machen zu müssen, speichern Sie diesen. Nach dem Klick  auf Speichern erscheint ein Fenster für die Eingabe des Dateinamens.
Wähle einen aussagekräftigen Namen für die Einstellungen. In meinem Fall habe ich das Profil Canon MG 6150 Photo Rag 2.psf genannt.
So kann man die Einstellungen gleich dem entsprechenden ICC-Profil zuordnen.

Wichtig: Dieser Softproof muss für jede Papiersorte und jeden zu nutzenden Drucker separat eingerichtet und gewählt werden.
Dennoch bleibt auch mit dem Softproof ein kleines Restrisko durch die verwendete Tinte.
Wer ganz sicher gehen will, lässt sich für die verwendeten Papier/Tinte Kombinationen des verwendeten Druckers ein spezielles Farbprofil erstellen.

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